Hier sehen Sie wissenswerte Informationen über den Alpaka-Markt in Deutschland.

 

Quelle: Alpaka Zucht Verband Deutschland AZVD (www.alpaka.info)

Alpaka-Markt in der Bundesrepublik Deutschland

In Deutschland gibt es den zweitstärksten Markt für Alpakas innerhalb Europas und den stärksten Markt innerhalb Kontinental-Europas. Der Bestand beläuft sich auf ca. 2.000 Alpakas. Bisher werden ca. 50% dieser Tiere von kleineren Züchtern mit weniger als 20 Alpakas gehalten. Die meisten Züchter und Halter von Alpakas in Deutschland sind bisher dem Hobbybereich zuzurechnen. Jedoch steigt die Zahl derer, die Alpakazucht als Landwirtschaft im Haupt- oder Nebenerwerb oder auch als Gewerbe betreiben, zum Teil partnerschaftlich in Zuchtgemeinschaften, oder als Diversifikation im Familienbetrieb. Viele neue Züchter sehen sowohl die Freude an den Tieren als auch die Zucht von Alpakas als wirtschaftliche Investition. Noch immer befindet sich der deutsche und europäische Markt für Alpakas in den Kinderschuhen. Er ist bisher vor allem züchterbasiert. Es ist davon auszugehen, dass über viele Jahre hinweg die Zucht von Alpakas und der Verkauf von Zuchttieren eine höhere Bedeutung haben wird, als die Vermarktung von Produkten aus der Alpakafaser. Der Alpaka Zucht Verband Deutschland, der 2001 gegründet worden ist, hat ein professionelles und zukunftsorientiertes, am amerikanischen ARI-System orientiertes Registriersystem entwickelt, in dem alle Alpakas mit DNA registriert werden. Damit ist der AZVD der erste Verband in Europa und der dritte Alpakazuchtverband weltweit, der ein Registriersystem mit Abstammungssicherheit anbietet. Die Märkte außerhalb Südamerikas sind auch von daher interessant, weil sie relativ stabil sind und weil mit der Zucht von Alpakas in einem auf Jahrzehnte unterversorgten Markt auch ohne Agrarsubventionen hohe Wertzuwächse möglich sind. Erst außerhalb von Südamerika besteht die Chance, durch die Zucht von selektierten Alpakas aus guten peruanischen, chilenischen und bolivianischen Blutlinien in wenigen Jahren große Zuchtverbesserungen zu erzielen und Alpakas mit herausragenden Fasereigenschaften zu züchten. Die Marktstabilität rührt daher, dass der Import von Alpakas in die EU relativ aufwendig ist und dass das Alpaka bei einer Tragzeit von ca. 11,5 Monaten nur ein Junges pro Jahr zur Welt bringt (Aufzuchtrate ca. 80 - 90%). Beim Alpakamarkt handelt es sich also um einen langfristigen Markt, der nicht durch staatliche Preisreglementierungen kontrolliert wird und in dem eine Boom- und Bust-Entwicklung, wie er bei anderen populären Tierrassen zu beobachten war, im Grunde nicht möglich ist.

Durch diese Umstände und die Tatsache, dass nicht nur die Anzahl „reinrassiger“ Alpakas, sondern besonders die Anzahl von hochwertigen Zuchttieren weltweit begrenzt ist (amerikanische Züchter gehen von nur 200.000 -300.000 zur Zucht geeigneten Alpakas weltweit aus), können europäische Züchter zuversichtlich sein, innerhalb der nächsten 15 bis 20 Jahre in einen Wachstumsmarkt hineinzuwachsen und hohe Wertzuwächse und jährliche Umsätze realisieren zu können. Von daher betrachten Kenner das Alpaka auch als „the world’s finest livestock investment“.

Der Anteil von Alpakafaser mit dem Gütesiegel „Babyalpaka“ beträgt lediglich 4% des Weltaufkommens von ca. 4.000 Tonnen. Die Babyalpakaqualität bringt weltweit die höchsten Preise. Ziel ist es für Alpakazüchter außerhalb Südamerikas, einen qualitativ sehr hochwertigen Bestand heranzuzüchten, der einen weitaus höheren Anteil an Babyalpakafaser produziert als 4%.

Ein weiteres Element, dass den Markt für Alpakas als Zuchttiere in Deutschland voranbringen wird, ist das Screening von noch nicht registrierten Alpakas aus dem In- und Ausland nach dem 1. Juli 2002. Damit soll erreicht werden, dass minderwertige und zur Zucht weniger geeignete Alpakas nicht in unseren Verband kommen, sondern, dass vielmehr alle Alpakas, die neu hinzu kommen, möglichst gesund, frei von genetischen Defekten und von einer Qualität sind, die unseren Markt bereichert. 

 

Europäisches Alpaka Register
Derzeit arbeiten Vertreter der wichtigsten europäischen Alpakazuchtverbände daran, ein europäisches Register zu erstellen, das ebenfalls auf DNA basiert (European Alpaca Register). Es wird versucht, gleiche Standards für ganz Europa und damit einen gemeinsamen europäischen Alpakamarkt zu schaffen, der einerseits gute Zuchttiere hervorbringen soll und andererseits eine eigene Faserindustrie zum Ziel hat. Mit einem einheitlichen Importscreening soll verhindert werden, dass Alpakas von schlechter Qualität oder mit Erbfehlern behaftete Tiere nach Europa kommen und unseren Markt beeinträchtigen. 

 

Ausblick
Ob als Hobbytier oder landwirtschaftliches Nutztier, das Alpaka hat in Europa einen riesigen potentiellen Markt. Wenn Landwirtschaft in der EU kostendeckend arbeiten soll und wenn Landwirten die Gelegenheit gegeben wird, Märkte mit signifikant reduzierten EU-Subventionen zu erschließen, ist Diversifikation unumgänglich. Das Alpaka, das auch der Aristokrat von allen Nutztieren genannt wird, bietet hierfür das Potential. 

 

Hier finden Sie uns

Raunetbach-Alpaka

Markus Sommer
Reinhardsrieth 19
D-92726 Waidhaus

 

Zur Anfahrtsskizze

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

+49 9652 814025

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

DruckversionDruckversion | Sitemap
© Raunetbach-Alpakas, Reinhardsrieth 19, 92726 Waidhaus