Es gibt zwei Arten bzw. Rassen von Alpakas. Das Suri-Alpaka und das Huacaya-Alpaka.

 

Quelle: Alpaka Zucht Verband Deutschland AZVD (www.alpaka.info)

Das Suri-Alpaka

Das Suri-Alpaka hat Fasereigenschaften, welche deutlich von denen der Huacaya-Alpakas abweichen. Die wesentlichen Merkmale des Surivlieses sind seine Lockenstrukturen, sein großer Glanz, die seidige Weichheit und die Länge der Faser. Das Vlies hängt nah am Körper, bewegt sich frei und gibt dem Suri eine schmaler wirkende Statur und glänzendes Äußeres. Die Locken können eine feine bleistiftförmige Löckchen-Formation aufweisen, die sich nach rechts oder nach links ringelt oder kräuselt, oder eine Wellenstruktur, die direkt am Hautansatz des Alpakas beginnt. Die Locken des Vlieses sollten bei den Stirnlocken beginnen und sollten gleichmäßig den Hals herunter über die ganze Hauptdecke hinweg bis zu den Beinen reichen.

 

1. Feinheit
dies ist die Dicke der Faser, welche in Mikron (Tausendstel Millimeter) gemessen wird. Die feinste Faser des Alpakas wird in der Hauptdecke gefunden, jedoch ist es wünschenswert, feine Faser auch am Hals, Bauch, Beinen und im Top Knot (Kopfbereich) zu haben. Feinheit ist wichtig sowohl für den kommerziellen Produzenten als auch für den Alpakazüchter, da die höchsten Preise für feine Faser gezahlt werden und feine Faser bedeutet feine Endprodukte.

2. Dichte
die Anzahl von Fasern pro Quadratzentimeter der Haut. Dichte ist verknüpft mit Vliesgewicht, denn je mehr Fasern pro Quadrateinheit, desto mehr Faser wächst auf dem Tier und desto schwerer das Vlies. Ein dichtes Vlies mit einer guten Kräuselung ist gleichzeitig auch eine Barriere gegen Schmutz und Wetter.

3. Charakter
im Suri definiert sich der Charakter der Faser durch seine einheitliche feine Lockenstruktur, welche idealerweise eine enge Löckchenformation aufweist, die sich entweder nach rechts oder nach links dreht und am Hautansatz des Alpakas beginnt. Eine Wellenformation tritt beim Suri auch auf.

4. Glanz
ist das Glänzen, welches vom Vlies reflektiert. Dies ist ein sehr wünschenswertes Merkmal der Surifaser und spiegelt sich im Endprodukt wieder.

6. "Medulated fibre" (gröbere Faser bzw. Deckhaare)
ist die Faser mit hohen Mikronwerten, welches beim Alpaka vor allem in Bereichen wächst von geringerer Faserqualität. Die Abwesenheit von "medulated Fibre" in der ersten Wahl oder Hauptdecke ist wünschenswert.

7. Uniformität oder Gleichförmigkeit von Feinheit (Mikronwerten)
Die Verarbeiter von Alpakafaser benötigen Vliese, deren Abweichungen im Faserdurchmesser minimal sind. Dies hilft ebenso Vliesempfindlichkeit (Vliesbruch) zu verhindern.

8. Uniformität oder Gleichförmigkeit der Länge der Faser
Das Vlies sollte nach 12 Monaten Wachstum von der gleichen Länge sein.

 

Fehler
Offenes Vlies ohne Dichte
Stumpfes, grobes Vlies
Rauhes Anfühlen der Faser
Zu kurze Gesamtlänge des Staples (gleichförmiges Haarbündel)
Empfindliche Faser und Vliesbruch aufgrund von Stress (engl. "stress breaks"),Verflochtenes Vlies und verfilztes Vlies

Das Huacaya-Alpaka

Huacaya Faser
Huacaya-Alpakas produzieren eine feine, weiche Faser, welche lotrecht zur Haut wächst. In einem idealen Huacaya-Alpaka ist ein definierter Crimp (feine Kräuselung) in der Faser sichtbar. Die Haarfollikel sind eng in der Haut angeordnet, sodass die Faser eine gewisse Dichte aufweist, mit Gruppen von Fasern, die in Bündeln zusammengefasst sind, um präzise abgegrenzte Haar-Büschel zu formen. Die folgenden Faser-Charakteristika sind anwendbar auf Huacaya-Faser:

 

1. Feinheit
dies ist die Dicke der Faser, welche in Mikron (Tausendstel Millimeter) gemessen wird. Die feinste Faser des Alpakas wird in der Hauptdecke gefunden, jedoch ist es wünschenswert, feine Faser auch am Hals, Bauch, Beinen und im Top Knot (Kopfbereich) zu haben. Feinheit ist wichtig sowohl für den kommerziellen Produzenten als auch für den Alpakazüchter, da die höchsten Preise für feine Faser gezahlt werden und feine Faser bedeutet feine Endprodukte. Crimp (Kräuselung der Faser) steht auch in Verbindung mit Feinheit und es ist erwünscht, eine große Anzahl von Wellen pro cm zu haben.

2. Dichte
die Anzahl von Fasern pro Quadratzentimeter der Haut. Dichte ist verknüpft mit Vliesgewicht, denn je mehr Fasern pro Quadrateinheit, desto mehr Faser wächst auf dem Tier und desto schwerer das Vlies. Ein dichtes Vlies mit einer guten Kräuselung ist gleichzeitig auch eine Barriere gegen Schmutz und Wetter.

3. Charakter
ist eng verknüpft mit Dichte, da eine starke Crimpausprägung und Formation der „Staple"-Länge notwendig sind, um höhere Vliesgewichte zu erreichen.

4. Länge des "Staples" (gleichförmiges Haarbündel)
ist ein sehr wichtiger Faktor: Je länger die Haarbündel sind, also je mehr Haar nachwächst, desto höher ist das Vliesgewicht und damit der Ertrag.

5. Glanz
die Menge Lichtes, die von der Faser reflektiert wird und im Huacaya gesehen wird.

6. "Medulated fibre" (gröbere Faser bzw. Deckhaare)
ist die Faser mit hohen Mikronwerten, welches beim Alpaka vor allem in Bereichen wächst von geringerer Faserqualität. Die Abwesenheit von "medulated Fibre" in der ersten Wahl oder Hauptdecke ist wünschenswert.

7. Uniformität oder Gleichförmigkeit von Feinheit (Mikronwerten)
die Verarbeiter von Alpakafaser benötigen Vliese, deren Abweichungen im Faserdurchmesser minimal sind. Dies hilft ebenso Vliesempfindlichkeit (Vliesbruch) zu verhindern.

8. Uniformität oder Gleichförmigkeit der Länge der Faser
Das Vlies sollte nach 12 Monaten Wachstum von der gleichen Länge sein.

 

Fehler
Offenes Vlies ohne Dichte
Stumpfes, grobes Vlies
Rauhes Anfühlen der Faser
Zu kurze Gesamtlänge des Staples (gleichförmiges Haarbündel)
Deckhaare (in der Hauptdecke)
Empfindliche Faser und Vliesbruch aufgrund von Stress (engl. "stress breaks")
Verflochtenes Vlies und verfilztes Vlies

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